Stand: März 2026
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen dem Online-Sprachservice „Nettes Deutsch" (im Folgenden „Anbieter") und seinen Kundinnen und Kunden (im Folgenden „Kunden") über die Vermittlung, Organisation und Durchführung von Online-Sprachunterricht sowie sonstigen sprachbezogenen Dienstleistungen.
(2) Anbieter und verantwortliche Person ist: Mykola Zvonarov, Stephanstraße 7, 90478 Nürnberg, Deutschland, Telefon: +49 151 72832542, E-Mail: hallo@nettesdeutsch.com.
(3) Kunde im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die die Leistungen des Anbieters zu überwiegend privaten Zwecken in Anspruch nimmt (Verbraucher im Sinne des § 13 BGB).
(4) Der Anbieter erbringt seine Leistungen in einem vermittelnden und organisierenden Modell: Der konkrete Unterricht wird in der Regel von selbstständigen, freiberuflich tätigen Lehrkräften (im Folgenden „Lehrkräfte") durchgeführt. Zwischen dem Anbieter und den Lehrkräften besteht kein Arbeitsverhältnis; die Lehrkräfte sind eigenverantwortlich auf selbstständiger Basis tätig. Vertragspartner des Kunden im Hinblick auf die Teilnahme am Unterricht und die Zahlung der Kursgebühr ist ausschließlich der Anbieter.
(1) Der Anbieter bietet insbesondere folgende Leistungen an:
(2) Der Unterricht wird inhaltlich von den vom Anbieter eingesetzten Lehrkräften durchgeführt. Der Anbieter übernimmt insbesondere die Auswahl der Lehrkräfte, die Koordination der Termine, die Kommunikation mit den Kunden sowie die Zahlungsabwicklung gegenüber Kunden und Lehrkräften.
(3) Der Unterricht erfolgt ausschließlich online, z. B. über Zoom, Google Meet oder Skype. Die jeweils verwendete Plattform wird vor Kursbeginn mitgeteilt. Für die Bereitstellung der technischen Voraussetzungen auf Kundenseite (Endgerät, Internetzugang etc.) ist der Kunde selbst verantwortlich.
(4) Inhalt, Umfang, Dauer der Unterrichtseinheiten sowie die Kursziele ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung auf der Website oder aus der individuellen Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde.
(5) Vom Anbieter ausgestellte Teilnahme- oder Abschlussbescheinigungen dienen ausschließlich als Nachweis über die Teilnahme am Unterricht. Sie stellen keine staatlich anerkannte Qualifikation dar und ersetzen keine Zertifikate offizieller Prüfungsanbieter. Eine Garantie für den Lernerfolg, das Erreichen eines bestimmten Sprachniveaus oder das Bestehen bestimmter Prüfungen wird nicht übernommen.
(1) Die Darstellung von Kursen und Preisen auf der Website des Anbieters stellt noch kein rechtsverbindliches Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, eine Anfrage zu stellen oder einen Kurs zu buchen (invitatio ad offerendum).
(2) Der Kunde kann eine Buchungsanfrage stellen über das Kontakt- oder Anmeldeformular auf der Website, per E-Mail, oder über die vom Anbieter angegebenen Messenger (z. B. Telegram, WhatsApp), soweit diese eine nachvollziehbare Dokumentation der Kommunikation in Textform ermöglichen.
(3) Vor Abgabe seiner Buchungsanfrage erhält der Kunde einen Hinweis auf diese AGB, die Datenschutzerklärung und – sofern einschlägig – die Widerrufsbelehrung. Mit Abschluss der Buchung bestätigt der Kunde, diese Dokumente zur Kenntnis genommen und akzeptiert zu haben.
(4) Der Vertrag kommt zustande, wenn a) der Anbieter die Buchungsanfrage des Kunden ausdrücklich per E-Mail oder in dokumentierter Messenger-Nachricht bestätigt und b) der Kunde die fällige Kursgebühr vollständig bezahlt hat.
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website oder in der individuellen Vereinbarung angegebenen Preise.
(2) Alle Preise verstehen sich als Endpreise. Sofern gesetzliche Umsatzsteuer anfällt, wird diese im Rahmen der Rechnungsstellung gesondert ausgewiesen; andernfalls erfolgt ein Hinweis darauf, dass keine Umsatzsteuer erhoben bzw. ausgewiesen wird.
(3) Die Zahlung erfolgt – sofern nicht anders vereinbart – im Voraus für den jeweils gebuchten Kurs oder das jeweilige Paket, z. B. per Banküberweisung oder über einen vom Anbieter genannten Zahlungsdienst.
(4) Der Anbieter stellt dem Kunden eine elektronische Rechnung (PDF) per E-Mail zur Verfügung.
(5) Kommt der Kunde mit Zahlungen in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, die weitere Teilnahme am Unterricht bis zum vollständigen Zahlungseingang zu verweigern.
(1) Die Dauer einer Unterrichtseinheit (z. B. 45 oder 60 Minuten) wird in der Kurs- oder Paketbeschreibung angegeben.
(2) Bei Buchung eines Pakets sollen die Unterrichtseinheiten innerhalb eines angemessenen Zeitraums genutzt werden. Sofern nichts anderes vereinbart wird, beträgt die Gültigkeitsdauer eines Pakets 3 Monate ab dem Datum der ersten Unterrichtseinheit.
(3) Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Durchführung noch offener Unterrichtseinheiten. Bereits gezahlte Entgelte für nicht genutzte Einheiten werden nicht erstattet, es sei denn, der Ablauf der Gültigkeitsdauer ist auf Umstände zurückzuführen, die der Anbieter zu vertreten hat oder gesetzliche Rücktritts- bzw. Kündigungsrechte greifen. Der Anbieter ist jedoch bereit, in begründeten Ausnahmefällen (z. B. längere Krankheit, Schwangerschaft, Umzug) auf Anfrage eine angemessene Verlängerung der Gültigkeitsdauer zu prüfen.
(4) Änderungen der Gültigkeitsdauer bedürfen der Textform (z. B. E-Mail oder dokumentierte Messenger-Nachricht).
(1) Einzeltermine werden zwischen Anbieter bzw. Lehrkraft und Kunde individuell vereinbart.
(2) Der Kunde kann einen vereinbarten Einzeltermin bis spätestens 24 Stunden vor Beginn kostenfrei absagen oder verschieben. Die Absage muss nachweisbar (z. B. per E-Mail oder Messenger-Nachricht) beim Anbieter oder bei der Lehrkraft eingehen.
(3) Erfolgt die Absage später als 24 Stunden vor Beginn oder erscheint der Kunde nicht zum vereinbarten Termin („No-Show"), gilt die Unterrichtseinheit in der Regel als erbracht und wird vollständig berechnet. In begründeten Ausnahmefällen (z. B. plötzlich auftretende Krankheit, Unfall, höhere Gewalt) kann der Anbieter nach billigem Ermessen aus Kulanz eine kurzfristige Absage ohne Berechnung akzeptieren. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht.
(4) Erscheint der Kunde verspätet, verkürzt sich die Unterrichtszeit entsprechend der Verspätung. Ein Anspruch auf Nachholung der fehlenden Zeit oder auf Ermäßigung der Vergütung besteht nicht, es sei denn, die Verspätung ist vom Anbieter oder von der Lehrkraft zu vertreten.
(5) Sagt der Anbieter oder die Lehrkraft einen Termin ab, wird ein Ersatztermin angeboten. Kommt kein Ersatztermin zustande, wird die entsprechende Unterrichtseinheit nicht berechnet bzw. bereits gezahlte Beträge für diese Einheit gutgeschrieben.
(1) Für Gruppenangebote können Mindest- und Höchstteilnehmerzahlen gelten; diese werden in der Kursbeschreibung angegeben.
(2) Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann der Anbieter den Kurs absagen (bereits gezahlte Kursgebühren werden voll erstattet) oder einen Alternativtermin bzw. ein alternatives Format anbieten.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, aus organisatorischen Gründen Termine zu verschieben, Lehrkräfte zu wechseln oder den Unterricht vorübergehend in ein anderes Online-Format zu verlegen, sofern der Gesamtcharakter des Kurses erhalten bleibt und der Kunde rechtzeitig informiert wird.
(4) Ein Anspruch auf Durchführung des Unterrichts durch eine bestimmte Lehrkraft besteht nicht.
(1) Kunden, die Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind, steht bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu.
(2) Die Einzelheiten zum Widerrufsrecht ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die dem Kunden im Rahmen des Buchungsprozesses zur Verfügung gestellt wird und jederzeit auf der Website des Anbieters abrufbar ist.
(3) Beginnt die Erbringung der Unterrichts- oder Organisationsleistungen auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist, so hat der Kunde im Falle eines Widerrufs einen angemessenen Wertersatz für die bis zum Zeitpunkt des Widerrufs bereits erbrachten Leistungen zu zahlen.
(4) Hat der Anbieter die vertraglich geschuldeten Leistungen vollständig erbracht, bevor der Kunde sein Widerrufsrecht ausübt, erlischt das Widerrufsrecht, sofern der Kunde zuvor ausdrücklich zugestimmt hat.
(1) Der Kunde ist für die Bereitstellung geeigneter technischer Voraussetzungen (Endgerät, stabile Internetverbindung, funktionierendes Mikrofon und ggf. Kamera) selbst verantwortlich.
(2) Der Kunde verpflichtet sich, während des Unterrichts eine störungsfreie Teilnahme zu ermöglichen sowie Zugangsdaten zu Online-Räumen, Lernplattformen und Materialien nicht an Dritte weiterzugeben.
(3) Der Kunde verpflichtet sich zu einem respektvollen, diskriminierungsfreien Umgang gegenüber Anbieter, Lehrkräften und anderen Teilnehmern.
(4) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen diese Pflichten ist der Anbieter berechtigt, den Kunden nach vorheriger Abmahnung von einzelnen Unterrichtseinheiten oder dauerhaft vom Unterricht auszuschließen.
(5) In einem solchen Fall besteht für bereits gebuchte, aber noch nicht erbrachte Leistungen grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung, soweit der Ausschluss auf einem schuldhaften Verhalten des Kunden beruht. Gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben unberührt.
(1) Dem Kunden ist es untersagt, Lehrkräfte, die ihm im Rahmen des vom Anbieter organisierten Unterrichts vorgestellt oder vermittelt wurden, für einen Zeitraum von 12 Monaten nach der letzten durch den Anbieter organisierten Unterrichtseinheit ohne vorherige ausdrückliche Zustimmung des Anbieters unmittelbar oder mittelbar außerhalb der Strukturen des Anbieters zu beauftragen.
(2) Bei einem schuldhaften Verstoß gegen diese Pflicht ist der Anbieter berechtigt, eine angemessene Vermittlungspauschale in Höhe von 10 % der zwischen Kunde und Lehrkraft vereinbarten Vergütung für den Umgehungszeitraum, maximal für die Dauer von 12 Monaten, mindestens jedoch 150,00 EUR, geltend zu machen.
(1) Sämtliche vom Anbieter oder den Lehrkräften bereitgestellten Materialien (z. B. Arbeitsblätter, Präsentationen, Audio-/Video-Dateien) sind urheberrechtlich geschützt.
(2) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht ausschließlich zum eigenen Lerngebrauch.
(3) Eine Weitergabe, Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Nutzung der Materialien zu kommerziellen Zwecken ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Anbieters nicht gestattet.
(4) Aufzeichnungen (Audio/Video) von Unterrichtssitzungen durch den Kunden sind nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Anbieters und der Lehrkraft erlaubt und dürfen ausschließlich für den persönlichen Lerngebrauch verwendet werden.
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Für sonstige Schäden haftet der Anbieter bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit unbeschränkt.
(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.
(4) Im Übrigen ist – soweit gesetzlich zulässig – die Haftung des Anbieters für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(5) Soweit der Anbieter selbstständige Lehrkräfte als Erfüllungsgehilfen einsetzt, gelten die vorstehenden Haftungsregelungen entsprechend. Für private Absprachen außerhalb der Organisation des Anbieters übernimmt der Anbieter keine Haftung.
(6) Eine Haftung für einen bestimmten Lernerfolg, das Erreichen eines bestimmten Sprachniveaus oder das Bestehen von Prüfungen wird – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
(7) Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie sonstige zwingende gesetzliche Haftungsansprüche bleiben unberührt.
(1) Der Umgang mit personenbezogenen Daten der Kunden richtet sich nach der auf der Website veröffentlichten Datenschutzerklärung des Anbieters.
(2) Im Rahmen der Vertragserfüllung verarbeitet der Anbieter insbesondere Kontaktdaten, Buchungs- und Zahlungsinformationen sowie Kommunikationsdaten aus E-Mails und Messengern.
(1) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter https://ec.europa.eu/consumers/odr erreichbar ist.
(2) Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(1) Soweit der Anbieter die Kommunikation über Messenger-Dienste (z. B. Telegram, WhatsApp) ermöglicht, sind rechtserhebliche Erklärungen nur dann verbindlich, wenn sie in Textform erfolgen und für beide Seiten nachvollziehbar dokumentiert sind.
(2) Messenger-Nachrichten, die dauerhaft abrufbar sind (z. B. Chat-Verlauf), gelten als Textform im Sinne des Gesetzes. Der Anbieter empfiehlt dennoch, wichtige Vereinbarungen zusätzlich per E-Mail zu bestätigen.
(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Vertragssprache ist Deutsch.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform (z. B. E-Mail oder dokumentierte Messenger-Nachricht).